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Wolfsbestand in Sachsen stabil

Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den meisten Wölfen. Jetzt gibt es neue Zahlen. Minister Breitenbuch begrüßt die geplante Änderung des Jagdrec…

Fakten

  • Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den meisten Wölfen.
  • Die seit zehn Jahren stark gewachsene Wolfspopulation in Sachsen hat negative Folgen für die Tierhalter.
  • Von Januar 2020 bis Ende August 2025 haben Wölfe im Freistaat insgesamt mindestens 4135 Haus- oder Nutztiere getötet, verletzt oder verschleppt.
  • Die meisten Tiere davon sind nach Behördenangaben Schafe gewesen.
  • Größere Tiere gehören inzwischen ebenfalls zum Beuteschema.
  • Ende Oktober meldete ein Landwirt aus dem Kreis Görlitz den Verlust einer Mutterkuh.
  • Das fünf Jahre alte Tier sei trächtig gewesen, die Geburt des Kalbs war in drei Wochen erwartet worden.
  • Die aktuelle Wolfspopulation in Sachsen beträgt 35 Wolfsrudel, zehn Wolfspaare und ein territorialer Einzelwolf.
  • Seit 2021/2022 schwanke der Bestand zwischen 40 und 50 Wolfsterritorien.
  • Ein Wolfsterritorium bezeichnet ein Gebiet, das ein Rudel oder ein Wolfspaar für sich beansprucht.
  • Die meisten Tiere sind weiterhin in der Oberlausitz beheimatet.
  • Dort wurden 27 Rudel, fünf Paare und eine territoriale Wölfin nachgewiesen.
  • Regulierung in Sicht Nach langen Jahren der politischen Auseinandersetzung sind die Tierhalter der Forderung nach Regulierung offenbar einen wichtigen Schritt näher gekommen.
  • Der Wolf soll in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden.
  • Die geplanten Änderungen seien mehr als ein Minimalkonsens.
  • Der Bund wolle ein regionales Bestandsmanagement ebenso verankern wie die rechtssichere Entnahme schadenstiftender Wölfe.
  • Regionales Bestandsmanagement bedeutet nach den Plänen der Bundesregierung, dass in Regionen mit hohen Wolfszahlen Regulierung möglich ist.
  • Haben Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet, soll eine leichtere, rechtssichere Entnahme erlaubt sein.
  • Auch außerhalb der Lausitz wurden bei der aktuellen Zählung stabile Vorkommen festgestellt.
  • In Nordsachsen gibt es derzeit fünf Rudel und ein Paar.
  • In der Region Dresden wurde ein Wolfspaar ohne Nachwuchs bestätigt.
  • Je ein Rudel lebt im Landkreis Meißen, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie im Erzgebirgskreis.
  • Neu nachgewiesen wurden die Wolfspaare "Lossatal" und "Tresenwald" östlich von Leipzig im Landkreis Leipzig sowie "Muldenhammer" im Vogtlandkreis.
  • Einzelne Tiere wurden zudem in anderen Bereichen des Vogtlands, des Erzgebirgskreises und im Landkreis Zwickau beobachtet.
  • Insgesamt wurde in 34 Rudeln Nachwuchs festgestellt. Mindestens 111 Welpen sind dabei gezählt worden.
  • Im Rudel "Königshainer Berge" nahe Görlitz haben dem Amt zufolge in einem Rudel zwei verschiedene Wölfinnen erfolgreich Nachwuchs bekommen.
  • Zusätzlich gibt es elf Territorien, die nur teilweise in Sachsen verortet sind.
  • Sieben davon befinden sich an der Grenze zu Tschechien, drei an der zu Brandenburg und eines an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
  • Bei drei Territorien ist der Status laut dem Landesamt noch unklar. Diese befinden sich in Moritzburg, der Noeser Heide und dem Tharandter Wald.
  • Im Verlauf des Beobachtungszeitraums wurden zudem 17 tote Wölfe dokumentiert.
  • In 13 Fällen war ein Verkehrsunfall die Ursache. Zwei wurden illegal getötet und einer starb auf natürliche Weise.
  • Ein Fall blieb unklar.
  • Vier der gestorbenen Tiere waren sogenannte Revierinhaber.
  • Seit 2001 wird das Wolfsmonitoring in Sachsen durchgeführt.
  • Um die Tiere zu erfassen, greift die Fachstelle neben Fotofallen primär auf genetische Analysen von Kot und Speichelrückständen zurück.
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